Samstag, 20. Mai 2017

AUF DEN SPUREN DES SCHUSTERSEPPE .....oder auch nicht!

Ein paar Tage frei und einen unheimlichen Drang in die Natur zu flüchten. Tja, was machen?
Was seit ein paar Jahren schon als Hirnfurz in meiner Murmel herumkreist, wurde jetzt einfach mal am Schopfe gepackt.
Auch wenn man beim Lesen der meisten Reclam Heftchen einen Vogel bekommt, hat mich damals die Geschichte vom Stuttgarter Hutzelmännlein neugierig gemacht. Vor allem weil ja quasi alles direkt vor der Haustür spielt.

Kurzinfo:
Das Stuttgarter Hutzelmännlein. Märchen von Eduard Mörike. Stuttgart 1853
Wohl vor fünfhundert und mehr Jahren, ... , befand sich in Stuttgart ein Schustergesell namens Seppe bei einem Meister, der ihm nicht gefiel, ... ; und weil er nie gar weit vor seine Vaterstadt hinausgekommen, so war er jetzt willens zu wandern.
- und zwar von Stuttgart nach Ulm. Da der Seppe in Ulm in der Liebe Pech hat, wandert er auch wieder zurück. Mörike, dessen Geburtstag sich im Jahr 2004 zum 200. Mal jährte, hat einen Großteil der württembergischen Landschaft selbst erwandert. Von ihm stammen einige der stimmungsvollsten Beschreibungen der Schwäbischen Alb und ihres Vorlandes, natürlich verpackt in Gedichte, Romane und Märchen wie im "Stuttgarter Hutzelmännlein", in dem ja auch noch die Mär von der Schönen Lau enthalten ist.


Also Einstieg im Aichtal wäre kein Problem.... aber: den Großteil der Wege gibt es angeblich gar nicht mehr, dank studierten Infrastruktur-Diktatoren, Bundesstraßen-Bauern und Industriegebiet-Imperialisten, die bestimmt auch ihre Fans haben, mich in diesem Falle aber nicht.
Mit 2 kränklichen Kindern zuhause wollte ich aber eh nur zwei 1-Tages-Etappen machen -eine zu Fuß, eine zu Rad.
Gedacht, getan!

Etappe 1: Aichtal - Dettingen Erms

Joa, kennt man ja alles. Um Bempflingen, Kohlberg rum und nach 20 Kilometern war das Ding auch schon erledigt. Jedoch alles Freestyle, denn die alten Wege, die im Büchlein so nett erwähnt werden und die ich irgendwo im Netz gefunden habe, gibt es entweder nicht mehr, oder wurden umbenannt. Abends mit den Öffis (was ein schlimmes Wort!) wieder zurück und Kinder pflegen.
Begeisterung? Naja..

Etappe 2: Dettingen Erms - Böhringen

Fahrrad ins Auto, ab nach Dettingen.
Erstes Ziel waren die Gütersteiner Wasserfälle. Kennt man natürlich auch alles, trotzdem schön. Dort habe ich allerdings beschlossen, dass ich den Quatsch jetzt lasse und lieber querfeldein über Eningen, Glems und was weiss ich wo zurückfahre und unterwegs noch 2 Bier trinke! Abends mit dem Auto von Dettingen Erms wieder zurück, kranke Kinder pflegen.
Begeisterung? Das eiskalte Bergbier war der Hammer!






Fazit: 
Braucht kein Mensch!
Gibt um Längen schönere und ruhigere Routen und Wege in unseren Breitengraden, die definitiv wandernswerter sind. Aber jetzt weiss ichs!
Da das Wetter so unglaublich super war, bin ich trotzdem froh, mal 2 Tage sehnsüchtigst irgendwo anders die Sonne genoßen zu haben.

Ah ja, meine musikalische Begleitung am 2. Tag waren NEWTOWN NEUROTICS!



Sooo ne Chefkapelle!




Urlaub ist rum und was hab ich gemacht? Durch die Landschaft geschlendert, Bier getrunken und Punkrock gehört. Naja, gibt Schlimmeres!

Freitag, 5. Mai 2017

BUFFALO TOM - TAILLIGHTS FADE

Na, wer kennt das Lied noch?  Wahrscheinlich jeder, der in den 90ern mit Herzschmerz zu kämpfen hatte, zu cool für Nirvana war und einfach sämtlichen Stromgitarrenschrott abfeierte. Nach Jahren bin ich mal wieder über "taillights fade" gestolpert und hänge seitdem bei den Bostoner Jungs von Buffalo Tom fest. Eine Zeitreise für die Ohren, zurück in die Jugendhaus-Ära mit Schlabberhosen, 2nd Hand Hawaii-Hemden und Bad Religion Buttons am BW Rucksack. Heilandsack!       (wie existenziell das halt damals war! Nirvana natürlich auch!)




Heute defintiv auf Dauerschleife!