Sonntag, 23. Oktober 2016

SAME SAME BUT DIFFERENT

Ein jeder kennt "Teenage Kicks" von The Undertones und ein jeder kennt "A Good Heart" von Feargal Sharkey (zumindest Leute, die in den 80ern unfreiwillig Radio hören mussten) .....aber kaum jemand weiß, dass es sich um den ein und denselben Sänger handelt.

War meine Entdeckung des Wochenendes!

Beide Songs natürlich Chefetage! Ich mag ja, wie er in den 80ern tanzt, der gute Feargal....






Samstag, 15. Oktober 2016

WEEN Appreciation

Wenn mich samstags zur unmenschlichster Zeit im Frühtau zu Berge ein freilaufendes Rebhuhn (oder war es ein Truthahn?)  mit seltsamsten Geräuschen anfällt und ich schlaftrunken in der Hektik meiner Flucht über die Hundeleine stolpere, dabei beinahe meine linke, noch halb in Schlafstarre ruhende Hüfte ausrenke und mir danach ganz plötzlich nach laut Musikhören ist, kann es eigentlich nur eine Band geben, die mir den Tag noch halbwegs rettet:


the almighty WEEN


 
Es war im Jahre 1984 in dem verschlafenen Nest New Hope irgendwo in Pennsylvania. Ein komisch riechender, schelmischer, aber böser Dämon namens Boognish schippert in seinem Poopship aus dem Paralleluniversum vorbei und erscheint den beiden verhaltensoriginellen Vierzehnjährigen Mickey Melchiondo und Aaron Freeman. Er ergreift Besitz von ihnen und beauftragt sie mit der Missionierung des irdischen Jammertals mit Mitteln der Musik und der Kraft der Wörter.
Seitdem spuken sie als die verwunschenen Kobolde Dean und Gene Ween in der Popwelt herum, um vorwiegend amerikanische Genres wie Folk, Country und Rock 'n' Roll durch den Kakao zu ziehen. Apropos Kakao: ihre Farbe ist braun .....und sie zieht sich durch ihr Gesamtwerk - wie die Spuren in gut besuchten Bahnhofstoiletten in Gelsenkirchen. Ween verarbeiten alles Braune zu Musik, sei es patriotische Scheiße oder eben Schokolade.
Vor dem Genuss ihrer Alben sollte man sich jedenfalls zuerst der englischen Sprache bemächtigen und natürlich den Beipackzettel sorgfältig durchlesen. Wenn man die Texte schlecht versteht, könnte man vieles für nette, unschuldige Liebeslieder halten, die auch der netten Tante vorne im Aichtaler Postladen gefallen könnten. Ween verpacken in harmlose Melodien gemeingefährliche Boshaftigkeiten von messerscharfer Parodie und schamlosem Zynismus. Sie sind brillante Musiker (vor allem live) und verzaubern durch komplexe Popharmonien mit oft tragischem Charme.
Sie sind aufmerksame Beobachter der sexistisch-amerikanischen Redneck-Gesellschaft und bewerfen diese treffsicher mit ihren eigenen Fäkalien. Nebenbei fackeln sie deren Vorortromantik in spitzbübischem Gelächter ab und trampeln die Asche in den (doch sehr braunen) Boden. Zugleich führen sie aber genau dieses selbe, beschauliche Dasein in der pennsylvanischen Provinz, haben Kinder und sind zum 3. mal verheiratet. Alles nur Tarnung, denn so ein Kobold muss eben unauffällig bleiben und ist deswegen die meiste Zeit unsichtbar, bevor er wieder urplötzlich zuschlägt.

Ihre 2 größten Streiche sind in meinen Augen die legendäre "Chocolate and Cheese" Lp
und das wohl schönste Country Album der Welt - "12 Golden Country Greats"!

Ween experimentieren grundsätzlich ausgiebig mit Helium, Valium, Pommes und Magic Mushrooms und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass ihre Musik oft als eine Mischung aus Hardcore und Prince beschrieben wird.........!

Ehre dem Samstag,
Euer Japanese Cowboy





Donnerstag, 13. Oktober 2016

WHAT A BUZZCOCK DID NEXT....

John Maher, der Drummer von THE BUZZCOCKS, ist seit seinem 18. Lebensjahr leidenschaftlicher Fotograf und hat mich mit seinem letzten Projekt mal wieder gecatcht. Ich bin schon in den letzten Jahren immer mal wieder über seinen Blog gestolpert - ....die Bilder eignen sich übrigens auch super als Desktop-Hintergrund!
"John Maher was just sixteen when he was asked to play drums for a local band called the Buzzcocks in 1976. The Buzzcocks had been formed by Peter Shelley and Howard Devoto in Manchester in late 1975. Maher didn’t really think about it—he just said yes. His first gig playing drums with the band was supporting the Sex Pistols at their second (now legendary) appearance at the Lesser Free Trade Hall, Manchester, in July 1976.
When he was eighteen, Maher bought his first camera—an Olympus Trip—just prior to the Buzzcocks tour of America in 1978. Photography was something to do on the road—but for Maher it was soon became a passion.
After the Buzzcocks split in 1981, Maher played drums for Wah! and Flag of Convenience. But his interest in music waned. When the Buzzcocks reformed in 1989, Maher opted out—only ever making occasional guest appearances with the band."



Aktuelles Motiv: alte, verlassene Häuser, die irgendwo im babylonischen Nirgendwo stehen und wo sichtlich einmal Leben stattfand. Mich faszinieren solche Bruchbuden in einsamen Gegenden ebenfalls, auch mache ich mir z.B. über jedes Haus, das abgerissen wird, Gedanken. Welcher verrückte Typ hat hier mal gelebt? Wieviele Kinder sind hier aufgewachsen? Was machen die heute? Wie haben die gelebt? Wo hätte man hier Skateboardfahren können? Wissen die, dass ihr altes Zuhause abgerissen wird? Fahren die einmal im Jahr vorbei und denken sich, verrückt- hier habe ich vor 40 Jahren mal gelebt?.......


Tote Gebäude, die viel gelebtes Leben ausstrahlen!
















 I like! Und Buzzcocks like ich sowieso, daher eine gute Kombination das Ganze!